Neurokognition

►Psychbiologie der Gefühle ► Psychbiologie der Gegenstände ► Psychbiologie der Begriffe

 
Although much has been discovered about the response properties of individual cortical neurons and about the structure of topographic maps, comparatively little is presently known about the functional roles of the layers of cerebral cortex

Stephen Grossberg
In Cerebral Cortex Jan. 2003

Die Hirnrinde ist das Organ des Bewusstseins. Es besteht eine Korrelation zwischen der Struktur der Welt (Summe der Bewusstseinseinheiten bzw. Objekten im Lebenszyklus eines Menschen) und der Struktur der Hirnrinde ebenso wie eine Korrelation zwischen den Erlebnisabläufen (Folge von Objekten) und den Funktionsabläufen der Hirnrinde.

Jede Zelle der Hirnrinde ist mit jeder anderen direkt bzw. indirekt verbunden und erhält direkte und indirekte “Zuflüsse” aus allen anderen Zellen. Diese “Zuflüsse” bezeichnet die Psychobiologie als Symbolkomponenten. Jedes NCC enthält also Symbolkomponenten aus den jeweils anderen Arealen und Schichten. Daraus folgt, dass es z.B. keine reinen sensorischen Wahrnehmungen (Gegenstände) gibt, sondern diese immer auch Anteile aus den anderen sensorischen Arealen und Gefühls- und Begriffsanteile enthalten. Ein Gegenstand ist also immer mehr/minder “gefühlig” und “begriffig”. Entsprechendes gilt für die Gefühle und Begriffe.

Die Großhirnrinde ist aus funktionalen (nicht topografisch) Modulen (“systemgenetische Einheiten”) aufgebaut, die jeweils aus einer Gefühls-, einer Gegenstands- und einer Begriffszelle bestehen. Die Zellen eines Moduls befinden sich häufig in verschiedenen Arealen der Hirnrinde.

Werner Zabka



Literatur:

Lungwitz, Hans: Die Entdeckung der Seele. 5. Auflage 1947
Lungwitz, Hans: Lehrbuch der Psychobiologie, Band 1: Das Wesen der Anschauung: Der Mensch als Reflexwesen; Von den Eigenschaften und Funktionen

 

Kommentare sind geschlossen